Besuchsbericht Hotel Restaurant Grünwalderhof // Patsch vom 11.02.2016

Gab es schon Tiroler Wirtshauskultur zu Römerzeiten?

Heute geht es gleich ein paar Jahrhunderte zurück zumal der Grünwalder Hof schon um ca.1550 als Gasthof erwähnt wurde. In dem an der alten Römerstraße gelegenen Hof gaben sich sicherlich schon einige Berühmtheiten und Grafen die Klinken in die Hand. Bemerkenswert und sehenswert ist die Außenfassade so wie die Fresken in den Stuben und Gängen vom bayrischen Maler Gotthard Bauer. Die Thurn und Taxis-Stube ist die älteste, genauer gesagt seit 1929, erhaltene Stube. Man kann sie nur schwer beschreiben, vielleicht so: „Wahnsinn“!

Jägerstube, Wappenstüberl und der große Saal sind auch sehr gut erhalten und sauber gepflegt. Die Aussicht zur Serles, zum Habicht, Zuckerhütl und den Stubaier Gletscher macht aus diesem Plätzchen schon etwas Besonderes. Vor hunderten Jahren hat man dorthin gebaut, wie es am Schönsten war.

Gestern hat es noch geschneit, heute blauer Himmel und Sonnenschein. Ein Platzerl auf der Terrasse an der Mauer, wo die Sonnenstrahlen am wärmsten sind, zu ergattern war ein Glücksfall. Der Ansturm war für das nette zuvorkommende Servicepersonal wohl ein wenig überraschend, aber sie lösten es mit Bravur.

Kulinarisches:
Die wirklich typisch tirolerisch österreichische Speisekarte wurde für den Nachmittag etwas verkleinert. Wir bestellten bei der sehr höflichen Kellnern mit ausländischen Akzent, eine „ Kräftige Rindsuppe mit Kräuterfrittaten“ und einmal „Kartoffelblattl’n mit Speckkraut“ und zum Kaffee einen hausgemachten Topfenstrudel.
Die Suppe wurde sehr heiß in einer Löwenkopftasse serviert. Es waren jede Menge hausgemachte Kräuterfrittaten und viel fein geschnittener frischer Schnittlauch vorhanden. Sie war sehr kräftig wie es schon in der Speisekarte steht und ausgezeichnet abgeschmeckt. Auch bei den knusprigen Blattl’n mit dem Speckkraut konnte ich keine Kritik finden sondern nur großzügig loben.

Das große Stück vom Topfenstrudel schmeckte kräftig nach frischem Bauerntopfen und der Espresso war ein krönender Abschluss eines schönen warmen Wintertages am schönsten Platzerl des Plateaus. Für ein anschließendes Treffen war Herr Ribis nicht mehr im Hause.
Wie ich bei unserem nach einigen Tagen vereinbarten Gespräch erfuhr, kochte Herr Ribis meine Blattl’n persönlich und ging anschließend kurz seinem Hobby (Fotographie) nach.

Gerne teile ich mit Herrn Ribis die Meinung die Speisekarte kleiner dafür qualitativer als größer und aufwendiger zu gestallten.
Das Fachgespräch werden wir das nächste Mal im Gasthof Heiligwasser fortfahren.

Fazit:
Das Essen als auch der Service am Nachmittag war vorzüglich und ich freue mich schon auf das nächste Mal einen Römerabend in einer der alten Tiroler Stuben zu genießen. Es freut mich sehr so netten engagierten Wirtsleuten, die sich unermüdlich zusammen mit ihren Mitarbeitern dafür einsetzen die Tiroler Wirtshauskultur zum Besten geben, das Jahrespickerl zu überreichen.

An der alten Römerstraße am

11. Februar 2016
Johann Pichler

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