Besuchsbericht // Gasthof Karlsteg, Ginzling

vom 13.06.2013

Der grandiose Blick auf die umliegende Bergwelt ist ebenso beeindruckend sowie die neu gestaltete Fassade und der adaptierte, überdachte Eingangsbereich. In Jahresfrist ist wieder allerhand neues geschehen, bei Familie Moser im Gasthof Karlsteg.
Zur jährlichen Überprüfung vom AMA Gastrosiegel habe ich mich angemeldet und so kann ich feststellen, dass die Lebens-Mittel von höchster Qualität sind. Josef bevorzugt grundsätzlich heimische Produzenten und achtet penibel auf die Qualität der Rohstoffe und der Lieferanten. Nach erfolgter Pflicht habe ich sodann das Vergnügen, die Küche vom Gasthof zu genießen.
Als Auftakt reicht mir der Chef des Hauses eine Kräutersuppe mit einem Pressknödel. Im großen, weißen Porzellanteller bekomme ich eine sämige, geschmackvolle und nach frischen Kräutern duftende Suppe. Der Pressknödel ist ungewöhnlich flaumig und mit reichlich Topfen, etwas Graukäse und Knödelbrot zubereitet. Insgesamt mundet diese Suppe samt ihrer Einlage vorzüglich.
Als Hauptgericht empfiehlt mir Josef eine frische Kalbsleber. Auf einem Kerbelpurre sind drei perfekt gebratene Scheiben von der Kalbsleber drapiert. Die Leber ist noch ganz leicht rosa und perfekt auf den Punkt gegart. Dazu gibt es knusprig gebratene Scheiben vom Bauchspeck, frittierte Blätter vom Salbei, eine leicht rahmige, mit schwarzem Pfeffer verfeinerte Sauce. Dieses delikate Gericht kann man besser nicht zubereitet und zeigt die Handschrift eines „Könners“.
Der gemischte Salat verdiente das Prädikat „knackig-frisch“. Ausschließlich frische Zutaten wie weißer Radi, Karottenrohkost, Stiftchen von der Gurke sowie Blattsalate (Eichblatt, Kopfsalat) finde ich auf dem Teller. Ein vorzügliches Essig-Öl Dressing rundet diesen herrlichen Salat perfekt ab.
Die Diskussion mit Josef mündet stets in Fachgespräche“. Für mich ist der Chef vom Gasthof Karlsteg ein profunder Fachmann, wie es sie nicht allzu zahlreich gibt. Es bereitet mir stets großes Vergnügen, mit ihm über die Belange der Tourismuswirtschaft, der Tiroler Wirtshauskultur sowie über seinen Betrieb zu Plaudern. Seine tüchtige Gattin Gertraud ist nicht unwesentlich am Erfolg des Unternehmens beteiligt. – Ihre beiden engagierten Töchter habe ich anlässlich der 20 Jahr Feier der Tiroler Wirtshauskultur im September 2012 persönlich kennen gelernt.
Der Apfel fällt nicht weit vom…..
Der Familie wünsche ich Gesundheit, Zufriedenheit und weiterhin viel Erfolg
Donnerstag, 13. Juni 2013 Ernst Schmiedhuber

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