Services
headline top

Besuchsbericht Gasthof Inntal/Unterperfuss vom 04.02.2010

… Wenn der Vater mit dem Sohne, oder besser gesagt, wenn die ganze Familie (inzwischen in 4. Generation) das „Projekt“ Gasthof Inntal mit totalem Engagement betreiben, dann kann dies nur zum Wohle der Gäste sein….

„Heute kocht der Josef Junior“ so erzählt mir die freundliche und aufmerksame Frau Elfriede. Ich kenne und schätze sie noch vom letzten Jahr, wie auch sie sich unermüdlich um Ihre Gäste kümmert. Gleichzeitig erinnere ich mich an die Worte vom Josef „Senior“ (leider muss ich ihn mit Senior beschreiben, einfach deswegen, weil es ja auch einen Junior gibt). Wie er voll Stolz von seinem Sohn berichtete. Es stimmt, der kocht phantastisch. Aber nun alles der Reihe nach.

Mein letzter Besuch im Gasthof Inntal datiert vom 9. Februar 2009. Also ziemlich genau vor einem Jahr erzählte mir Josef sen. mit großer Freude und ebensolchem Stolz, wie sich sein Sohn im Betrieb engagiert. Er hatte einige renommierte Ausbildungsstellen als junger Koch bereits absolviert und will nun zu Hause sein erlerntes ausüben. Wohl dem, der auf solche Nachkommen bauen kann, dachte ich mir.

Nachdem Josef jun. und mein Sohn Markus (der ist derzeit für die Patisserie in der Residenz Winkler in Aschau verantwortlich) ziemlich gleich alt sind, konnte ich den Stolz von Josef sen. sehr gut verstehen.

Und er ist mit Recht auf die Leistungen vom Junior stolz:

Die Tiroler Preßknödelsuppe ist bereits ein Erlebnis. In einem großen, weißen Suppenteller befindet sich ein richtig portionierter, wohlschmeckender Preßknödel. Darauf sind knusprig gebackene Zwiebelringe drapiert. Frischer, fein geschnittener Schnittlauch war darüber gestreut. In einem extra Suppen-Topf in Form einer großen Zwiebel gibt es noch reichlich herrliche, frische, duftende Rindssuppe. Die Farbe, der Geschmack sowie das Aroma sind ausgezeichnet. Zwiebelringe (dieses Mal geschmort) finde ich auch in dieser Suppe. Insgesamt kann der Tiroler Suppenklassiker mit hervorragend beurteilt werden.

Das gilt auch für die Tiroler Rahmleber vom Kalb mit Kartoffelpaunzen. Auf einem quadratisch-geschwungenen Porzellanteller serviert mir Frau Elfriede eine fein blättrig geschnittene Kalbsleber, welche punktgenau gegart ist. Die leichte Rahmsauce zeichnet sich durch den Wohlgeschmack, die Konsistenz wie auch durch die gottlob mäßige Verwendung von Süßrahm aus. Obenauf finde ich wieder knusprig gebackene Zwiebelringe sowie drei Scheiben vom „Cross“ gebackenen Bauchspeck. Es gibt Kartoffelpaunzen in drei Farben, gebratene Schnitten vom gelben, roten und grünen Paprika sowie herrlich schmeckende Scheiben von der Zucchini.


Weiters finde ich noch panierte und frittierte Zwiebelringe, ein zur Leber passendes Sträußchen vom Rosmarin sowie Kapern als Dekoration.

Die Portionsgröße, die Anrichteweise sowie die Dekoration/Garnituren sind vorbildlich. Besser kann man dieses Gericht meines Erachtens nicht zubereiten.

Der gemischte Salat zeichnet sich durch seine allgemeine Güte und Frische aus. Es gibt lollo rosso, lollo biondo, ein wenig Feldsalat, weißen Radi, Karottenrohkost und einen herrlich warmen Kartoffelsalat. Das Dressing ist mild und ebenso wohlschmeckend.

Als süßen Abschluss (es war die Überraschung vom Junior) serviert mit Frau Elfriede noch ein köstliches Sorbet. Die optische Präsentation sowie die Harmonie des Geschmackes überzeugen mich vollends.

Die Qualität aus der Küche vom (dieses Mal) Juniorchef Josef kann mit hervorragend beurteilt werden.

Das gilt auch für die liebenswürdige und kompetente Betreuung durch Frau Elfriede. – Ein großes Bravo für die gastronomischen Leistungen im Hause Lindner.

Wir hatten noch ein freundliches und umfassendes Gespräch. Josef sen. erzählt mir von den großen Umbauplänen des Hauses. Die Einrichtung und Ausstattung soll der bereits überzeugenden Leistung adäquat angepasst werden. Mich freut es für die Familie, demnach der Fortbestand gesichert ist.

Besonders hat mir gefallen:

- Die elegant-gediegene Präsentation der Speisenkarte
- Das ausgewählte und überzeugende Angebot
- Das hervorragende Preis/Leistungsverhältnis
- Die tadellose Tischkultur und die allgemein hübsche Dekoration
- Die allgegenwärtige Sauberkeit, Ordnung und Hygiene
- Die angenehme Atmosphäre
- Die zahlreich anwesenden, einheimischen Gäste

Das Griechenland aufgrund der maroden wirtschaftlichen Verhältnisse und Staatsfinanzen unter Kuratel der EU gestellt wird und dass im Bundesland Vorarlberg erneut mehrere „Tourengeher“ unter eine Lawine geraten sind, höre ich im Radio. – Und dies hat mir nicht gefallen. Dem Stil des Hauses und der Region angepasste, leise Instrumentalmusik hätte die Atmosphäre perfektioniert.

Die Qualitätsmarke der Tiroler Wirtshauskultur für das Jahr 2010 sowie die Urkunde der Tiroler Wirtshauskultur für die nächsten fünf Jahre habe ich Josef sen. gerne und direkt überreicht. Am AMA Herkunftssicherungssystem wird teilgenommen. Der Familie wünsche ich das Allerbeste für die Zukunft.


Ernst Schmiedhuber, am 4. Februar 2010

FINDEN SIE IHR TIROLER WIRTSHAUS

WIR STELLEN IHNEN VOR

WIRTSHAUS VIDEO

VERANSTALTUNGSKALENDER

30.08.2014 - 15.11.2014
HÜTTENABEND
Gamskogelhütte

01.10.2014 - 30.11.2014
Törggelen im Wirtshaus
Gasthof Dorfwirt

24.10.2014 - 23.11.2014
Ganslessen
Gasthof Kreuz

> Alle Veranstaltungen

Vergelt's Gott unseren Partnern:

  tirol Werbung  Wirtschaftskammer Tirol/Tourismus & Freizeit