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Besuchsbericht WH Rohrerhof/Kramsach Bauernhöfemuseum vom 25.04.2009

Allgemeines

Bei meiner telefonischen Anfrage teilte Franz mir mit, dass an diesem sonnigen Frühlings-Samstag die Firmung in Kramsach stattfindet und demzufolge sehr viel zu tun sein wird. Besser wäre es, erst am Nachmittag zum Jahresbesuch zu erscheinen. So machten wir am späten Mittag uns auf den Weg, um der Familie Graml-Senn unseren Besuch abzustatten. Das Wirtshaus liegt mittlerweile an der „Kramsacher Weinstraße“ (ohne Klapotetz).

Dies freut uns ganz besonders, da wir uns doch in Zukunft so manche lange Reise ersparen können und Wanderungen durch ausgedehnte Weinberge nun in Kramsach möglich sind. Der Klapotetz wird nach inzwischen mehr als einjährigem Lieferverzug wohl in Kürze auch noch seinen Platz finden. Wir nahmen unter der ausladenden (und daher einladenden) Kastanie im Garten Platz.

Der Gesamteindruck vom Rohrerhof ist wie gewohnt ausgezeichnet. Die Fassade, der Eingangsbereich, die Stuben wie auch die Toilette Anlagen befinden sich in bestem Zustand. Auch auf der Terrasse wird eine saubere und ordentliche Tischkultur gepflegt. – Hier sind Profis am Werk, die genau wissen, was sie tun und dennoch jedem Gast das Gefühl geben, nicht nur willkommen sondern auch etwas besonderes zu sein.

Service – Ambiente - Tirolnote

Unverzüglich kümmerte sich die freundliche Service Mitarbeiterin Angelika um uns. Sie überreichte uns die Speisenkarte und erfragte unsere Getränkewünsche. Nachdem sie mich nicht kannte, hatte ich leichtes Spiel, sie über das Haus und die Küchen-Qualität auszufragen. Zugegebener Maßen war ich dabei doch etwas unfair, stellte ich doch alles in Frage, was ein gutes Tiroler Wirtshaus ausmacht („Ihr werdet ja sicher etliches Zukaufen, außerdem habe ich gehört, dass die Pizza von Kundl geliefert wird, der Schweinsbraten kann ja wohl nicht von heute sein“,…).

Angelika parierte meine „Angriffe“ bravourös. „Oh nein“, meinte sie vehement, „hier wird alles selbst gemacht und Pizza haben wir sowieso keine! Die Küche ist TOP! Das weiß ich ganz genau, weil auch ich immer nur das Beste zu Essen bekomme. Der Schweinsbraten ist frisch, den hat die Inge heute vormittags gemacht! Das hab ich selbst gesehen!“.

Es erschien ihr dann doch seltsam, dass ich mir Notizen machte und ich stellte Angelika nicht länger auf die Probe. Außerdem hatte ich erfahren was ich wissen wollte, und darf Familie Graml-Senn zur vorbildlichen Loyalität der Mitarbeiter beglückwünschen.

Wir studierten also die umfangreiche Speisenkarte mit dem ausgewogenen Angebot und zu meinem Vergnügen fand ich den Schweinsbraten wirklich nur auf dem Tagesangebot und Kreidetafeln angepriesen. So muss es sein, um die Frische zu gewährleisten.

Angelika betreute ihre Gäste auf vorbildliche Weise. Stets ist sie freundlich, aufmerksam und umsichtig und mit jener herzlichen Gastfreundschaft ausgestattet, wie wir sie uns in einem Tiroler Wirtshaus wünschen. Diese Attribute gelten auch für den langjährigen Mitarbeiter und Ober Herrn Reinhard. Wegen der Lage und der Nähe zum Höfemuseum ist im Rohrerhof immer mit starkem „Stoßgeschäft“ zu rechnen. Ich konnte früher bei einer solchen Gelegenheit beobachtet, mit welcher Ruhe, Effizienz und fachlicher Kompetenz Reinhard derartige Anstürme bewältigt. Es war auch für mich beeindruckend zu erleben, wie der Chef Franz und sein treuer Mitarbeiter Reinhard zig Gäste auf das Beste betreut haben.



Kulinarik

Aber jetzt kommt meine Zeit: ich wähle um 15.00 Uhr den „Ofenfrischen Schweinsbraten mit Kruste, Semmelknödel und Sauerkraut“. Nur sehr selten wage ich das Abenteuer vom frischen Schweinsbraten. Wenn ich diesen auf der Standardkarte eines Wirtshauses finde, vermeide ich jeden Kontakt damit. Aber bei Ingeborg kann ich, spätestens nach der Standpauke Angelikas, sicher sein, dass diese Aussage stimmt. – Und so war es auch.

Zwei Scheiben herrlich saftiges und weiches Fleisch vom Schweinsschopf, mit einer logischerweise nicht zu üppigen aber dennoch ausgezeichneten Kruste liegen auf dem Teller. Die gebundene Sauce war geschmackvoll (Franz bekam später einen Bratensaft), der Knödel kompakt und dennoch flaumig, das Sauerkraut genau so, wie es sein soll.

Später habe ich mir von Inge erklären lassen, wie sie den Schweinsbraten zubereitet und über die Zeit von drei Stunden in einem so guten Zustand bewahrt.

Meine Gattin wählte den Backhendlsalat. In einem überdimensionalen Suppenteller servierte ihr Angelika saftige und knusprige, ausgelöste Hendlstücke. Der bunte Salat bestand aus weiße Bohnen, Karotten, Kraut, Radi, Kopfsalat, Lollo rosso, Rucola sowie Tomaten. Alle Salate waren tadellos mariniert und ordentlich arrangiert.

Die Küchenqualität von Frau Inge Graml-Senn, ihrem Koch Herrn Josef Thaler und dem Küchenteam kann mit sehr gut beurteilt werden. Ebenso die Servicequalität von Herrn Franz Senn, seinem treuen „Mitkämpfer“ Herrn Reinhard Brugger und der erwähnten Mitarbeiterin Angelika.

Zusammenfassung und Anregungen

Mit den Wirtsleuten hatten wir noch ein langes und freundliches Gespräch. Immer wieder beindruckt uns die langjährigen Bemühungen der Wirtsleute in Bezug auf Küchen- und Servicequalität.

Besonders gefallen hat uns:

• Die allgegenwärtige Sauberkeit, Ordnung und Hygiene
• Die heimeligen Stuben und die gepflegte Tischkultur auf der Terrasse und im Garten
• Das solide Preis-Leistungsverhältnis
• Die besondere, herzliche Gastfreundschaft
• Das unermüdliche Bemühen der Wirtsleute und den Mitarbeitern um das Wohl der Gäste
• Das regional, bodenständige Angebot
• Die beeindruckende Küchenqualität, die Inge aus ihrer, wie sie selbst sagt, „alten“ Küche hervorzaubert

Mit dem „Rohrerhof“ haben wir ein Vorzeige-Tiroler Wirtshaus. Auch viele einheimische Gäste bezeugen dies durch den häufigen Besuch bei Familie Graml-Senn.

Das Qualitätssiegel der Tiroler Wirtshauskultur für das Jahr 2009 habe ich den Wirtsleuten gerne und direkt überreicht.

Am AMA Herkunfts-Sicherungssystem wird teilgenommen.




Ernst Schmiedhuber
26. April 2009

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