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Besuchsberich GH Hotel Zur Post // Alpbach vom 22.06.2011

Wenn ich die nachfolgenden Ausführungen mit dem Aufnahmebericht vom 18. September 2008 vergleiche, dann freue ich mich über alle Maßen über die Entwicklung des Hotels Post von Herrn Johann Hausberger.

Damals war ich ob des Erlebten sehr skeptisch, heute bin ich begeistert.

Grundsätzlich will ich ja keine Besuchsberichte mehr verfassen, welche über den Umfang einer A 4 Seite hinausgehen. Unter dem Motto: „In der Kürze liegt die Würze“ möchte ich über das Erlebte berichten. Doch das Sprichwort: „Die Ausnahme bestätigt die Regel“ hat auch seine Richtigkeit. Und so wird es wohl ausnahmsweise wieder ein Besuchsbericht der eher „umfangreichen Art“ werden. – Aber es gibt ja allerhand positives zu berichten, vom Hotel Post in Alpbach. – Nun der Reihe nach:

Zweimal habe ich mich telefonisch erkundigt, ob der Betrieb geöffnet sei und ob ich zum Mittagessen kommen könne. Ich gab mich nicht zu erkennen, musste jedoch meinen ersten Besuchstermin verschieben. Beide Male wurde ich am Telefon höflich begrüßt und freundlich informiert. Die junge Dame hat eine klare Ausdrucksweise und offensichtlich lächelt sie auch beim Telefonieren. So war es zu hören und so kam es bei mir an. Also, der erste Eindruck am Telefon war sehr erbaulich. – Die junge Frau Hausberger an der Rezeption (eine zufällige Namensgleichheit mit dem Chef des Hauses) macht ihre Sache sehr gut.

So auch Herr „BALI“ (Balazs Lakatos). Er ist im Service tätig und ich kenne ihn seit den letzten Jahren. Freundlichkeit, Höflichkeit und perfekte Umgangsformen sind für ihn eine Selbstverständlichkeit, fachliche Kompetenz unterstelle ich ihm ebenso. Unverzüglich erkennt er mich wieder und begrüßt mich auf das Freundlichste. Es ist eben jenes sympathische Auftreten, was mich so freut.

Er händigt mir die wirklich sauber gestaltete und übersichtlich geschriebene Speisenkarte aus. Die Schriftgröße ist perfekt gewählt und die Karte ist bei gedämpftem Licht auch für Gäste mit einer eventuellen Sehschwäche gut zu lesen.

Rasch werde ich fündig und wähle die Bergzwiebelsuppe mit Bergkäsecroûtons. Die Zwiebelringe sind tadellos, ohne Farbe gedämpft, mit einer herrlich-geschmackvollen Rindssuppe aufgegossen sowie mit Rosmarin und Thymian gewürzt. Auch ein wenig Weinbrand wurde beigegeben. Die zwei Scheiben vom Baguette waren mit Käse belegt und überbacken.


Mit Fug und Recht darf ich behaupten, dass dies eine der besten Zwiebelsuppen ist, welche ich seit langem gegessen habe (auch wenn ich noch immer nicht weiß, ab welcher Seehöhe Zwiebeln zu Bergzwiebeln werden). – Ich werde weiter recherchieren…

Als Hauptgericht wählte ich das Wiener Schnitzel vom Schwein mit Kartoffelsalat. Nachdem ich vernommen hatte, dass es einen neuen Küchenchef gibt, wollte ich wissen, wie er mit den „einfachen“ Gerichten der Küche umgeht. Die Portionsgröße ist perfekt gewählt, die Anrichteweise ebenso. Zwei Scheiben vom Schweinerückenfilet waren tadellos gewürzt (Salz und Pfeffer waren deutlich zu erkennen) und in der Pfanne vorbildlich gebacken. Außen knusprig, innen zart und saftig, so hat ein gebackenes Schnitzel vom Schwein zu schmecken.

Dazu gibt es ein Schälchen mit Preiselbeeren, eine Spalte von der Zitrone, welche an den Enden „gekappt“ ist sowie ein Sträußchen von der Kräuselpetersilie. In einer Extra-Schüssel reicht mir Herr Bali einen Kartoffelsalat der Spitzenklasse. Noch leicht warm ist er, der Kartoffelsalat, sämig und von schönem Glanz. Dazu gibt es fein geschnittenen, frischen Schnittlauch und zwei Sträußchen vom Feldsalat (Vogerlsalat oder Rapunzel, wie er auch genannt wird). Der Feldsalat wurde durch ein leichtes Dressing gezogen, so soll es sein! Nun – besser kann man dieses Gericht nicht zubereiten.

Selten esse ich Süßspeisen aber: etwas reizt mich in der hübsch gestalteten Speisenkarte, nämlich: Vanille – Crème brûlée von der Tahiti Vanille. („Sind die jetzt durch geknallt“ – denke ich mir). Wer weiß, zu welchem Preis diese Lilienart eingekauft wird, der versteht meine Gedanken! Und so stellte ich die Herkunft der Vanille in Frage. Herr Bali ging mit meinen „Bedenken“ in die Küche und kam tatsächlich mit echter Tahiti Vanille wieder. Ich war perplex!! Die gebrannte Krem war ein Gedicht und perfekt zubereitet, so auch die sauberen, reifen Erdbeeren welche zwar mariniert aber sehr natürlich gehalten waren. Als Garnitur gab es drei Physalis und etwas Zitronenmelisse.

Hier sind inzwischen wirkliche Könner am Werk. Ich musste unbedingt in die Küche um meine Gratulation zum Dargebotenen auszusprechen.

Vom letzten Jahr kannte ich noch Herrn „MEMO“. Freundlich und sympathisch wie immer begrüßte er mich. Er arbeitet in der gesamten Küche mit und ist für die Zubereitung der Salate und für die Süßspeisen verantwortlich. Ein großes Lob an dieser Stelle. Herr Simon Hechenberger ist der Bruder des Küchenchefs. Er zeigte sein Können bei der Suppe und beim Hauptgericht. Etliche Häuser mit hervorragendem Ruf hat er bereits absolviert, seine solide Handwerkskunst hat er mir heute gezeigt. Der Küchenchef, Herr Hechenberger Sebastian kommt ebenso aus Söll und hatte seinen freien Tag. Demnächst werde ich ihn aufsuchen um mit ihm über das AMA-Gastrosiegel zu sprechen.

Zusammenfassend darf ich berichten, dass sowohl die Leistungen aus der Küche vom Hotel zur Post wie auch die Service- und Dienstleistung inzwischen ausgezeichnet sind.

Mit dem Chef des Hauses, Herrn Johann Hausberger hatte ich ein umfassendes und freundliches Gespräch. Ruhig, besonnen und mit „sicherer“ Hand führt er sein Geschäft. Offensichtlich ist eine seiner Stärken die Personalführung, denn er hat es geschafft, in den letzten drei Jahren ein ausgezeichnetes Team zu formen. Eine der schwierigsten und zugleich wichtigsten Führungsaufgaben in der Dienstleistung besteht darin, die richtigen Mitarbeiter zu finden, sie zu motivieren und zu behalten,

Eine seiner weiteren Stärke ist offensichtlich nachhaltiges Wirtschaften. Klar ist: bei ständig besserer Qualität verbessert sich auch die Wirtschaftlichkeit des Betriebes. Somit kann ich Herrn Hausberger zu den gastronomischen Leistungen nur gratulieren!

Besonders hat mir gefallen:

- Der positive telefonische Kontakt mit dem Betrieb
- Die tadellose Sauberkeit, Ordnung und Hygiene
- Die wunderschönen Stuben mit der adäquaten Einrichtung
- Der allgemeine und freundliche Empfang von Herrn Bali
- Das angenehme Ambiente im Hotel-Restaurant
- Die vorbildliche Tischkultur mit frischen Blumen und der Kerze (auch zu Mittag)
- Die sauberen, aufgefüllten Menagen
- Die adrett gestaltete Speisenkarte mit dem ausgewogenen Angebot
- Das solide Preis/Leistungsverhältnis
- Die fühlbare, gute Stimmung unter den Mitarbeitern
- Die ausgezeichnete Leistung aus der Küche von Herrn Memo und Herrn Hechenberger
- U.v.m

Gewünscht hätte ich mir:

- Eine dem Stil und der Art des Haues angepasste Musikuntermalung

Die dargebotenen Leistungen waren so gut, als dass mir die wiederkehrenden Radionachrichten über EHEC, Finanzkrise in Griechenland, Geisterfahrer auf der Autobahn usw. den Appetit nicht verderben konnten. Wie schön wäre doch eine leise, instrumentale, dem Stil des Hauses angepasste Musik gewesen. – Es gibt sie ja, die wirkliche und gute Volksmusik, auch im schönen Alpbachtal…

Am Nachhause-Weg hatte ich noch den angenehmen Geschmack des opulenten Mittagmales in mir. Obwohl ich drei Gänge zu mir nahm fühlte ich mich nicht übervoll sondern einfach nur angenehm satt. Es war ein absolut empfehlenswertes (kulinarisches) Erlebnis im Hotel zur Post in Alpbach.


Mittwoch, 22. Juni 2011
Ernst Schmiedhuber

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