Besuchsbericht Hotel Restaurant Grünwalderhof // Patsch vom 31.07.2017

Tirols einzige Zeitkapsel

Auch in diesem Sommer wiederholten sich die Hitzewellenwarnung in den Medien und machten auch vor Tirol nicht halt. Am Grünwalderhof im Stubaital ist die Sonnenterrasse ein Anziehungspunkt, vor allem wegen der riesigen Kastanienbäume, die das schöne Platz‘l säumen und wertvollen Schatten spenden. Neben zahlreichen Gästen suchte auch ich im Schatten die Abkühlung und ließ meinen Blick auf herrliche Aussicht in das Stubaital schweifen.

Herr und Frau Ribis gesellten sich innerhalb kurzer Zeit zu mir und wir plauderten über die Tourismusbranche und über die Geschichte des Hofes. Als wir zum kulinarischen Thema kamen, erzählte mir der Wirt, dass er vor ein paar Tagen ein Milchkalb aus dem Stubaital gekauft hatte und ließ eine Empfehlung auf ein frisches Beuscherl mit Semmelknödel anklingen. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und der Wirt verschwand in der Küche.

Auch der Grünwalderhof spürt den Branchenmangel an fachkundigen Gastronomiepersonal, deshalb muss auch Hans-Jörg des Öfteren beim Nachmittagsdienst einspringen. Das Beuscherl servierte er mir innerhalb kurzer Zeit persönlich und setzte sich mit einem zweiten Teller für sich gleich dazu. Ich genoss das gemeinsame Speisen und die Gesellschaft der Wirtsleute an diesem heißen Sommertag ganz besonders.

Kulinarisches, kurz und bündig:
Konsistenz: nicht zu dick
Einbrenn: nicht zu dunkel
Schneideart: feines Julienne
Temperatur: sehr heiß
Geschmack: exzellent, ordentlich fein gewürzt und nicht zu sauer
Aussehen: appetitlich und klassisch angerichtet
Knödel: flaumig und perfekte Größe
Gesamteindruck: AUSGEZEICHNET

Nach dem Festmahl gab mir Frau Ribis, die alsbald Familienzuwachs (der vierte Bua!) erwartete, eine Führung durch die geschichtsträchtigen Rume des Hofes inklusive historischen Erzählungen. Alle Stuben, insbesondere der große Saal, erzählen die Geschichten der Adeligen, die den Hof einst besessen haben. Die Bilder, Wappenteller, Lampen, Stühle usw. haben alle eine Vergangenheit mit der Verwandtschaft von Thun und Taxis.

Als Pächter dieses alten Gebäudes verstehe ich den Wunsch, einige Erneuerungen und arbeitstechnische Verbesserungen durchzuführen, um unter anderem den Komfort von Gästen der heutigen Zeit ein wenig anzupassen. Im Herbst und Winter laden die urigen Stuben zu unvergesslichen Abenden in gemütlicher Tiroler Ambiente, hervorragendem Essen und sehr gutem Service ein. Die Wirtsleut’ sind stets mit viel Leidenschaft, Herzblut und unermüdlichem Einsatz vor Ort.

Es war ein angenehmer, genüsslicher und spannender Nachmittag. Mit Stolz und gleicher Leidenschaft überreichte ich das Qualitätssiegel der Tiroler Wirtshauskultur der Familie Ribis und wünschte ihnen viel Erfolg, schönes Wetter und eine gute Saison.

Patsch, am 31.07.2017
Johann Pichler

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