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Besuchsbericht Wirtshaus Rimmlstube // Berwang-Rinnen vom 25.03.2016

Tiroler Wirtshauskultur mit abenteuerlicher Anfahrt

Heute am Karfreitag habe ich mir vorgenommen, die Rimmlstube über den Skiweg von Bichlbach aus zu besuchen. Leider war der Wettergott nicht auf meiner Seite (Regen und Schneefall).

Berwang bzw. Rinnen ist totales Neuland für mich. Ich parkte an der Talstation der Almkopfbahn in Bichlbach, von hier aus ging die Reise los, rauf, runter, rauf, runter, rauf, runter, bis sie endlich da war, die Rimmlstube, weiter geht’s sowieso nicht mehr.

Heute bei Schneefall ist die schöne Terrasse leider nicht zu empfehlen aber dafür ist es drinnen am warmen Ofen umso gemütlicher. Man fühlt sich sofort wohl und heimelig in dem großen Raum mit viel hellem Holz und angenehmen weichen und warmen Stoffmaterialien verarbeiteten Eckbänken und Stühlen.

Die Verarbeitung des Holzes bei der Decke, der Bar und dem Getäfel ist schon ein Augenschmaus. Die schönen eingearbeiteten Vorhänge im Gesims, die vielen kleinen dazu passenden Dekoration, Trophäen und Bilder, sowie die nette Tischkultur mit frischen Blumen machen diesen Raum zu einer großen richtig gemütlichen Bauernstube. Sogar das Almhüttchen als Kinderspielecke harmoniert mit der gesamten Stube. Grandios! Besonders gefällt mir auch das eingearbeitete alte Holz und die Dekoration im Eingangsbereich und zu den Toiletten. Alles rundum ist in feinst säuberlichen Zustand.

Zur Mittagszeit für die Tagesskigäste gibt es eine etwas verkleinerte Karte aber trotzdem noch mehr als genügend Auswahl an leckeren Tiroler Schmankerln. Auf Wunsch durfte ich auch die Abendkarte durchstöbern und da ist alles was der Gaumen begehrt. Viel Lamm aus der eigenen Landwirtschaft und viel Wild aus dem eigenen Jagdrevier.

Kulinarisches:
Als erstes bestellte ich mir eine Gerstelsuppentopf, jedoch nur eine halbe Portion, denn für die Skifahrer wird dieser als Hauptmahlzeit eingenommen, da hat man dann auch schon ordentlich gegessen.
Die Suppe war eine wirklich leckere Sache, sehr sämig, mit etwas Rahm verfeinert und mit gerösteten Tiroler Speckwürfeln garniert. Als zweites nahm ich den Kaiserschmarren in Angriff.

Der Küchenchef Andreas versteht sein Handwerk zu 100 %, denn der flaumige leicht karamellisierte Schmarrn mit wirklich hausgemachten Apfelmus und Zwetschgenröster war ein Gedicht.
Das Service war stets aufmerksam, sehr nett, freundlich und gepflegt und hatte eine gut Übersicht im gesamtem Restaurant.

Beim anschließenden Gespräch mit den netten Wirtsleuten Karin und Markus unterhielten wir uns bei einem Glas Montaus Rotwein der TWHK und einem Teller geräuchertem Hirschcarpaccio aus eigener Jagd über die abgelaufene Saison, ihre Zukunftspläne, den Tourismus, die Politik, die zukünftigen Aktivitäten der TWHK und noch vieles mehr.

Gerne wäre ich noch etwas länger bei so netter Gesellschaft verweilt, aber ich musste den letzten Lift nehmen um wieder zu meinem Ausgangspunkt zu gelangen. Jetzt herrschte so richtiges Schneetreiben, aber es hat sich gelohnt und fühlt sich an wie Balsam auf der Seele in den Genuss der Rimmlküche zu kommen und die Herzlichkeit der Wirtsleut zu spüren.

Fazit:
Die Rimmlstube ist immer ein Besuch wert, egal ob mit dem Auto, mit dem Motorrad, mit dem Fahrrad, mit den Skiern, oder zu Fuß. Die Leute dort verstehen es, mit der Küchenqualität und der herzlichen Gastfreundschaft ihre Gäste sofort zu begeistern. Mit Stolz, Anerkennung und Dank überreiche ich Karin und Markus das Qualitätssiegel der TWHK.

25. März 2016

Pichler Johann

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