Besuchsbericht LGH Zum Wilden Mann // Lans vom 31.05.2012

Es ist ein sonnig warmer Frühlingstag, als ich im „Wilden Mann“ eintreffe. Im „Stübele“ nehme ich Platz und werde von Frau Regina Schatz-Jenwein unverzüglich freundlich begrüßt und mit der umfangreichen Speisenkarte versorgt.

Nach Studium derselben entscheide ich mich für den Schmankerlteller Wilder Mann. Es gibt hervorragende Tiroler Schlutzkrapfen, einen kleinen, feinen Spinatknödel auf einem wirklich guten, jungen Blattspinat mit Parmesan und brauner Bauernbutter abgeschmolzen sowie Käsepätzle mit Röstzwiebeln. Die Präsentation ist eine Augenweide, die fachliche Zubereitung war meines Erachtens perfekt.

Dazu erbat ich mir von der Juniorchefin des Hauses einen gemischten Salat. Er bestand aus diversen
Blatt- und Feldsalaten. Der Salat war sehr gut mariniert, dennoch stellte sie noch sehr gutes Olivenöl, Balsamico, Kürbiskernöl und Olivenöl mit Pfefferoni auf den Tisch.

„Wer lesen kann ist klar im Vorteil“ – so lautet mein Spruch bei diversen Gelegenheiten. Diese Weisheit hätte ich selbst anwenden müssen. Auf der Flasche stand wie folgt geschrieben: „Peperoncino“ – Hot Chili Peppers. Ich war unbedarft und wollte den Salat noch ein wenig „aufbessern“. – Das hätte ich besser bleiben lassen. Nachdem ich wieder zu Atem kam versuchte ich durch verstärktes Mischen des Salates die Schärfe abzumildern, was mir jedoch nur bedingt gelang.

Die Qualität aus der Küche vom Wilden Mann in Lans kann mit sehr gut beurteilt werden. Dies trifft ohne Wenn und Aber auch auf die Service- und Dienstleistungsqualität von Frau Schatz-Jenewein und ihren MitarbeiterInnen zu. Freundlich, höflich und fachlich kompetent sind sie allesamt.

Besonders hat mir noch gefallen:

- Das angenehme Ambiente ohne störende Musik (Belästigung)
- Der ausgezeichnete Koster aus der Küche (Haussulz mit roten Zwiebeln, Feld- und Eräpfelsalat)
- Die perfekte Tischkultur
- Die wirklich schönen Dekorelemente
- Die allgegenwärtige Sauberkeit und Ordnung im gesamten Haus




Weniger hat mir jedoch gefallen, dass ich ohne gefragt zu werden zur Mittagszeit ein Gedeck vorgesetzt bekam. Es bestand aus zwei verschiedenen Aufstrichen und diverses Brot im Körbchen. Dieses Gedeck habe ich jedoch nicht angetastet….

Obwohl laut Statuten der Tiroler Wirtshauskultur die Konsumation des Tiroler Wirtshausberaters einmal jährlich vom Betrieb zu übernehmen ist (bis maximal € 50. —pro Jahr – siehe Anlage), habe ich diese Rechnung bezahlt. Ich mische mich niemals in wirtschaftliche Belange bzw. in die Preisgestaltung eines Betriebes ein. Jeder Gastronom muss selber wissen, welchen Preis er für welche Leistung verlangt. Der Markt regelt sich ohnehin von selbst.

Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass trotz insgesamt sehr guter Leistungen durch diese Gebarung doch einige Gäste sehr verärgert sind. Wenn schon ein Gedeck zur Mittagszeit angeboten wird, dann sollten die Gäste gefragt werden, ob sie denn überhaupt eines wünschen. Ein nicht verlangtes und auch nicht berührtes Gedeck zu verrechnen ist meines Erachtens mutig!

Besonders wegen der hervorragenden Leistungen der Familie Schatz und ihren MitarbeiterInnen schätze ich die Unternehmer-Familie sehr. Daher beschreibe ich auch mein Erlebnis wie oben.

Insgesamt kann ich jedoch nur das Beste vom Wilden Mann in Lans der Familie Schatz – Jenewein berichten.


Donnerstag, 31. Mai 2012

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